Wie alles begann

Auf dem Land aufgewachsen gehörten Tiere schon immer in mein Leben. Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Hausschweine und Pflegepferd gehörten zu meiner Kindheit und Jugend.

 

Statt mit einem Püppchen im Kinderwagen lagen Katze oder Meerschweinchen drin. Bald war ich Dorfbekannt. Als ich die Idee hatte mein Schwein an der Leine spazieren zu führen haben meine Großeltern (bei denen ich aufwuchs) einen Riegel vorgeschoben.

 

Also trainierte ich im Garten und bald war mein Schwein besser in der Unterordnung wie der Schäferhund meines Vaters. Auch Suchspiele fand mein Mucki toll. Allerdings meine Oma nicht, denn am liebsten suchte er den Kartoffelacker ab.

 

Dann gab es noch 2 besonders große Schweine, die auch nicht ganz ungefährlich waren. Regelmäßig hat meine Oma eine kaputte Schürze gehabt und auch mein Opa ging nur "bewaffnet" in den Stall um den zu reinigen.

Irgendwann hatte ich die tolle Idee, dass die armen Schweine Auslauf bräuchten...

Ich nutzte die Gelegenheit, weil ich alleine war. Als meine Großeltern nach Hause kamen trauten sie ihren Augen nicht und verfielen in Schnappatmung, zum Einen weil sie nicht wußten wie sie die Schweine zurück in den Stall kriegen sollten, zum Anderen weil sie Angst hatten sie würden mich angreifen.

 

Ich versicherte, dass ich sie wieder zurück bringen würde und fasste einen an das linke Ohr, den anderen an das rechte Ohr und führte sie in den Stall zurück. Meine Großeltern trauten ihren Augen nicht. Und gut, dass sie nicht alles wußten, was ich mit denen "übte".

 

Unser erster Schäferhund kam zu uns als ich etwa 5 Jahre alt war. Arco, ein ausgemusterter Polizeihund. Bravo... Und keiner hatte eine Ahnung wie Hund funktioniert. Arco wurde leider vergiftet.

Die ersten Tierheimhunde zogen ein...

Dann zog Janine aus dem Tierheim bei uns ein. Und weil jede Frau Mutter werden muß, muss natürlich auch jede Hündin Welpen kriegen. Einen dieser knuffigen Fellknäule behielten wir - Harras! Ein besonderes Exemplar. Ein bildschöner Schäfer Rüde mit allen extremen Vorzügen die ein solcher Kerl braucht. Alles andere als ein Anfängerhund. Auf dem Hundeplatz wollte auch bald keiner mehr mit ihm Schutzdienst machen. Harras biss durch jeden Ärmel.

 

Bis auf Fährte störte mich schon im zarten Alter von 7 Jahren das Treiben auf den Hundesportplätzen und ich entwickelte damals schon meine Art mit den Tieren zu trainieren und zu spielen. Aber als Kind hat man absolut keine Chance gehabt gehört zu werden. Also heimlich...

Es blieb nicht bei Hunden...

Apportiertraining mit der Katze, Fuß laufen mit den Schweinen, Zirkusreife Übungen mit den Pflegepferd. Aber alles heimlich, niemand durfte davon erfahren.

 

Im laufe des heranwachsens kam ich vor lauter Heimlichtuerein immer mehr von dem ab, was für mich selbstverständlich war, nämlich das Sprechen mit meinen Tieren. Aber wenn einem immer wieder gesagt wir, dass man verrückt ist oder aufpassen muß, dass man nicht eingesperrt wird, fängt man zwangsläufig an selbst zu zweifeln. Ich hab dann wirklich irgendwann gedacht nicht normal zu sein.

 

Irgendwann zog ich dann in die Stadt und es gab keine Tiere mehr. Irgend etwas fehlte aber ich konnte es nicht zuordnen. Dabei war es so einfach.

Dann zog ich in eine noch größere Stadt (Berlin) und gründete meine eigene Familie.

Aus 3 Engel für Carola werden Carola und ihre Fantastic 4

Heute ist der 19.08.2015 und aus den 3 Engeln für Carola werden heute nun Carola und ihre fantastischen 4. Lucy und Charlie haben mich geprägt, was meine Trainer und Erziehungs- und Verhaltensberater Karriere anging bis hin zur Tierpsychologie.

 

Cecilia hat mich in ganz andere Richtungen gewiesen und ich durfte mit ihr ganz andere Wege beschreiten. Diese sind noch nicht abgeschlossen.

 

Ich bin schon sehr gespannt, was Rosi für mich für Aufgaben bereit hält und freue mich sie nachher abholen zu können.

 

Der erste Tag und die erste Nacht!